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Hausbesuch – Bis der Arzt kommt...

Pflegebedürftige Personen können aufgrund von Krankheit oder der körperlichen Verfassung häufig nicht die Sprechstunde beim Hausarzt besuchen.

Hausbesuch Pflegebedürftiger

Was ist ein Hausbesuch?

Was viele nicht wissen: Personen die bettlägerig, chronisch krank oder stark bewegungseingeschränkt sind, haben einen Anspruch auf einen Hausbesuch durch den Hausarzt. Dies bedeutet, dass der Arzt zu dem Patienten nach Hause kommt und diesen vor Ort untersucht und behandelt. Der Weg in die Praxis entfällt. Eine Verpflichtung zum Hausbesuch besteht auch dann, wenn eine schwere Erkrankung des Patienten vorliegt und dieser nicht in die Praxis kommen kann. Dies ist beispielsweise bei sehr starkem Schwindel oder nach einem Schlaganfall mit halbseitiger Lähmung des Körpers der Fall. Wichtig und sogar eine Voraussetzung für einen Hausbesuch ist, dass bereits ein Behandlungsverhältnis zwischen dem behandelnden Arzt und dem Patienten besteht. Konkret: Es muss bereits ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt und das Einlesen der Versicherungskarte stattgefunden haben. Dies ist bspw. dann der Fall, wenn der Arzt die Behandlung bereits in seiner Praxis begonnen hat. Neben dem Behandlungsverhältnis ist jedoch auch der Wohnort und die Entfernung zum Hausarzt von Bedeutung, da viele Ärzte die Hausbesuche nur in einem gewissen Umkreis durchführen.

Darf der Hausarzt den Hausbesuch ablehnen?

Ohne eine entsprechende Begründung darf der Arzt den Hausbesuch zunächst nicht ablehnen, auch nicht bei einem vollen Wartezimmer. Eine Verpflichtung zum Hausbesuch entfällt nur dann, wenn der Arzt andere Notfälle versorgen muss oder andere Behandlungen unaufschiebbar sind. Der Arzt kann zudem die Hausbesuche auf einen für ihn passenden Zeitraum, etwa vor- oder nach der Sprechstunde, legen.

Hausbesuche durch qualifizierte nichtärztliche Mitarbeiter

Der Hausarzt hat die Möglichkeit nach den Bestimmungen des Sozialgesetzbuch V den Hausbesuch an einen entsprechend qualifizierten nichtärztlichen Mitarbeiter zu delegieren. Beispielsweise ist dies bei einem Verbandswechsel oder dem Messen des Blutdrucks möglich. Ein vorausgegangener persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt ist hier jedoch ebenfalls Voraussetzung.

Wer übernimmt die Kosten für den Hausbesuch?

Grundsätzlich setzen sich die Kosten des Hausbesuchs aus dem Besuch selbst inklusive der Beratung und der Untersuchung sowie dem Wegegeld zusammen. Die Höhe der Kosten ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie bspw. der Tageszeit oder der Entfernung. Ist der Patient gesetzlich versichert, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die gesamten Kosten, auch das anfallende Wegegeld. Dies gilt auch bei Hausbesuchen, die an Feiertagen oder Wochenenden stattfinden. Für den Patienten fallen keine Kosten an.

Sind Hausbesuche auch durch einen Facharzt möglich?

Ist aufgrund einer entsprechenden Erkrankung ein Hausbesuch notwendig, sind auch Fachärzte zu Hausbesuchen verpflichtet. Dies gilt auch bei Kindern mit einer hoch ansteckenden Krankheit. Das bestehende Behandlungsverhältnis ist jedoch auch bei einem Facharzt eine Voraussetzung für einen Hausbesuch.

Was tun im Notfall?

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Eine Krankheit richtet sich nicht nach Uhrzeiten oder Feiertagen. Wer abends oder am Wochenende medizinische Hilfe benötigt, kann sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst, erreichbar unter der bundesweiten Rufnummer 116117, wenden.

Notarzt:

In lebensbedrohlichen Fällen, etwa bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt, sollten Sie immer den Notruf unter 112 anrufen.


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