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Pflegebedürftigkeit und Pflegegrad bei Kindern ermitteln

Die Pflegebedürftigkeit trifft nicht nur ältere Menschen, auch Jugendliche und Kinder können betroffen sein. Insbesondere bei sehr jungen Pflegebedürftigen müssen besondere Anforderungen an die Feststellung der Pflegebedürftigkeit gestellt werden. Doch wie wird die Pflegebedürftigkeit bei Kindern festgestellt? meinPflegeset gibt Ihnen einen Überblick.

Pflegebedürftigkeit Kinder

Pflegegrad für Kinder beantragen

Grundsätzlich kann jeder der in der gesetzlichen bzw. privaten Krankenversicherung versichert ist, einen Antrag auf einen Pflegegrad stellen. Die Eltern des noch nicht volljährigen Kindes sind dessen gesetzliche Vertreter und können den Antrag stellvertretend für das Kind stellen. Ein formloser Antrag genügt, zum Zweck der Dokumentation empfiehlt meinPflegeset jedoch, diesen immer schriftlich zu stellen. Gestellt wird der Antrag auf einen Pflegegrad bei der Pflegekasse. Diese ist in der Regel an die jeweilige Krankenkasse angegliedert.

Nutzen Sie den formlosen Antrag auf Leistungen der Pflegekasse von meinPflegeset, füllen Sie diesen aus und senden Sie diesen an die entsprechende Pflegekasse.

Nachdem Sie den Antrag auf einen Pflegegrad (ehemals Pflegestufe) für Ihr Kind gestellt haben, erfolgt die Begutachtung durch einen Mitarbeiter des Medizinischen Dienst der Krankenkasse, kurz MDK genannt. Wichtig: Der MDK vereinbart immer einen Termin zu einer Begutachtung - es findet keine Begutachtung ohne einen vorher vereinbarten Termin statt.

Gut zu wissen: Bei der Antragsstellung auf einen Pflegegrad hat die Pflegekasse gesetzlich vorgegebene Bearbeitungsfristen von 25 Arbeitstagen einzuhalten. Nach Antragseingang muss die Pflegekasse somit innerhalb von 5 Wochen darüber entscheiden, ob und falls ja, welchen Pflegegrad das Kind erhält.

Feststellung der Pflegebedürftigkeit bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Generell gilt, dass auch Kinder und Jugendliche im Sinne des Sozialgesetzbuches als pflegebedürftig gelten können. Demnach habe sie auch einen Anspruch auf die Leistungen des Elften Sozialgesetzbuches. Eine besondere Herausforderung besteht jedoch bei der Feststellung und Beurteilung der Pflegebedürftigkeit, insbesondere bei Kleinkindern.

Kleinkinder haben generell einen Pflegebedarf, sie sind damit jedoch nicht gleich pflegebedürftig. Für die Gutachter des MDK gilt es herauszufinden, inwiefern das Kind bzw. der Jugendliche über den normalen Pflegebedarf hinaus zusätzliche Unterstützung benötigt.

Prinzipiell erfolgt die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit von Kindern und Jugendlichen ähnlich wie auch die der Erwachsenen nach § 15 Sozialgesetzbuch XI. Die Prüfung der Pflegebedürftigkeit erfolgt jedoch in der Regel durch ein speziell geschultes Personal des Medizinischen Dienstes bzw. anderen unabhängigen Gutachtern mit einer Qualifikation als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder als Kinderarzt. Das ist deshalb wichtig, um auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder entsprechend eingehen zu können. Zudem wird bis zum 18. Lebensjahr ein Begutachtungsformular für Kinder eingesetzt, welches eine entsprechend altersgerechte Formulierung enthält. Einen wesentlichen Unterschied in der Begutachtung von Kindern und Erwachsenen besteht darin, dass Kinder einen natürlichen, altersbedingten Hilfsbedarf haben. Bei der Beurteilung muss daher nach § 15 Abs. 6 SGB XI beurteilt werden, wie hoch der zusätzliche Pflegebedarf ist. Um dies zu ermitteln, wird die Abweichung zur Selbstständigkeit und den Fähigkeiten im Vergleich zu altersentsprechend entwickelten Kinder ermittelt.

Kurz gesagt: Vom zusätzlichen Pflegebedarf wird der altersbedingte Hilfsbedarf abgezogen, um die tatsächliche Pflegebedürftigkeit des Kindes bzw. Jugendlichen darzustellen.

Sonderregelung für Kinder im Alter von bis zu 18 Monaten

Die Feststellung der Pflegebedürftigkeit von Kleinkindern, die jünger als 18 Monate sind, ist besonders schwierig, da in diesem Alter eine sehr geringe bzw. gar keine Selbstständigkeit vorhanden ist. Um der Pflegebedürftigkeit dieser kleinen Kinder gerecht zu werden, werden pflegebedürftige Kleinkinder bis zum vollendeten 18. Monat pauschal einen Pflegegrad höher eingestuft.

Demnach ergibt sich die folgende Einstufung:

Pflegegrad Kinder

Diesen Pflegegrad behalten die Kinder dann bis zum vollendeten 18. Lebensmonat. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass das Modul 1 "Mobilität", Modul 2 "Geistige und kommunikative Fähigkeiten" sowie das Modul 4 "Selbstversorgung" nicht berücksichtigt werden. Lediglich die krankheits- und therapiebedingten Beeinträchtigungen im Modul 3 "Verhaltensweisen und psychische Problemlagen" und Modul 5 "Selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen – sowie deren Bewältigung" werden beurteilt. Eine wichtige Frage, die im Rahmen der Begutachtung beantwortet werden muss, ist inwiefern bspw. behinderungsbedingt Probleme bei der Nahrungsaufnahme bestehen und wie pflegeintensiv der Hilfsbedarf dabei ist.

Pflegebedürftige Kinder ab dem vollendeten 18. Lebensmonat bis zum 11. Lebensjahr

Die Begutachtung von Kindern ab dem 18 Lebensmonat erfolgt in der gleichen Weise wie bei pflegebedürftigen Erwachsenen. Dennoch erfolgt ein Vergleich mit einem gesunden Kind im gleichen Alter, wobei der zusätzlich notwendige Pflegebedarf ausschlaggebend für die Ermittlung des Pflegegrades ist.

Dabei werden die Module 1 "Mobilität", Modul 2 "Geistige und kommunikative Fähigkeiten", Modul 4 "Selbstversorgung" sowie Modul 6 "Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte" bei Kindern bis zum 11. Lebensjahr betrachtet.

Pflegebedürftige Kinder ab dem vollendeten 11. Lebensjahr

Bei der Beurteilung Pflegebedürftiger Kinder ab dem 11. Lebensjahr werden alle Module des Begutachtungsinstruments beurteilt.

Leistungen der Pflegeversicherung – auch für pflegebedürftige Kinder!

Wird einem Kind ein Pflegegrad zugesprochen, hat es die gleichen Ansprüche auf Leistungen der Pflegeversicherung wie ein Erwachsener.

Die finanzielle Unterstützung der pflegenden Eltern ist dabei ein wichtiger Faktor, jedoch sind z. B. die zuzahlungsfreien Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 40 € monatlich, insbesondere bei der häuslichen Pflege von Kindern wichtig. meinPflegeset bietet Ihnen hochwertige, zuzahlungsfreie Pflegehilfsmittel, die Ihnen eine optimale Pflege gewährleisten. Einmal beantragt, erhalten Sie monatlich z. B. Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen, Hände- und Flächendesinfektionsmittel und vieles mehr von meinPflegeset kostenfrei per Post zugeschickt. Und wenn sich die Pflegebedürfnisse Ihres Kindes ändern, können Sie meinPflegeset jederzeit individuell anpassen.

Wie Sie meinPflegeset beantragen? Ganz einfach in nur 2 Schritten:

1. Unterlagen direkt downloaden oder telefonisch unter: 0800 000 83 64 (kostenfrei) anfordern

2. Antrag ausfüllen und im portofreien Umschlag an uns zurücksenden. Den Rest erledigen wir für Sie und kümmern uns um alle Formalitäten mit Ihrer Pflegekasse!

Sobald Ihr Antrag genehmigt ist (die Genehmigung durch die Pflegekasse kann bis zu 4 Wochen dauern), senden wir Ihnen meinPflegeset monatlich versandkostenfrei zu. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei – wir übernehmen die Abrechnung mit der Pflegekasse!

Sie wollen wissen, welche Leistungen Ihrem pflegebedürftigen Kind neben zuzahlungsfreien Pflegehilfsmitteln noch zustehen? Dann schauen Sie doch auch auf der folgenden Seite "Der Pflegegrad - Voraussetzung für Leistungen der Pflegekasse" nach.


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