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Kurzzeitpflege

Wenn der Pflegebedürftige vorübergehend nicht zu Hause durch einen pflegenden Angehörigen versorgt werden kann, besteht die Möglichkeit einer kurzzeitigen Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung.

Zur finanziellen Entlastung in dieser Situation kann die Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden.

meinPflegeset informiert Sie kurz & knapp über Ansprüche, Umfang und Ablauf der Kurzzeitpflege.

Kurzzeitpflege

Die Kurzzeitpflege im Überblick

Nicht jeder Pflegebedürftige muss vollstationär in einem Pflegeheim untergebracht werden. Der größte Teil pflegebedürftiger Menschen wird zu Hause gepflegt. Dennoch können Situationen eintreten, in denen viele Pflegebedürftige auf eine vollstationäre Pflege angewiesen sind. Das ist besonders häufig bspw. nach einem Krankenhausaufenthalt der Fall.

Wer hat einen Anspruch auf Kurzzeitpflege?

Einen Anspruch auf die Kurzzeitpflege haben pflegebedürftige Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 2 bis 5.

meinPflegeset-Tipp: Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 haben keinen Anspruch auf die Kurzzeitpflege. Dennoch kann der Entlastungsbetrag, welcher bereits ab Pflegegrad 1 in Anspruch genommen werden kann, für die Kurzzeitpflege genutzt werden. Weitere Informationen zum Entlastungsbetrag lesen Sie in dem Artikel "Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125,00 € pro Monat"

Gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage für die Kurzzeitpflege bildet §42 des Sozialgesetzbuches XI.

Antrag auf Kurzzeitpflege

Die Kurzzeitpflege muss bei der jeweils zuständigen Pflegekasse des Pflegebedürftigen im Voraus beantragt werden. Ein entsprechendes Formular hierzu erhalten Sie von Ihrer Pflegekasse.
Wichtig: Die Pflegeeinrichtung muss von der Pflegekasse zugelassen sein, um eine Kostenübernahme zu gewährleisten.

Wie hoch ist der Betrag für die Kurzzeitpflege?

Unabhängig davon, wie hoch der Pflegegrad ist, kann die Kurzzeitpflege in Höhe von bis zu 1.612 Euro pro Kalenderjahr in Anspruch genommen werden.

Die Kurzzeitpflege ist auf einen Zeitraum von bis zu 8 Wochen, also maximal 45 Tage, je Kalenderjahr begrenzt.

Bevor die Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden kann, muss diese bei der jeweiligen Pflegekasse beantragt werden. Viele Pflegekassen bieten den Antrag auf Kurzzeitpflege als Download an.

Kostenübernahme der Kurzzeitpflege

Die Pflegekasse übernimmt während der Kurzzeitpflege die Pflegekosten für die pflegebedürftige Person. Neben diesen Kosten fallen jedoch noch weitere Kosten, wie die Kosten für die Unterbringung und Versorgung sowie die Investitionskosten (bspw. für Instandhaltung etc.) an.

Diese beiden Kostenpunkte müssen von dem Pflegebedürftigen selbst getragen werden. Die Kosten für die Pflege werden mit einem Pauschalbetrag ab Pflegegrad 2 mit 1.612 Euro jährlich von der Pflegekasse erstattet. Mit Beginn des neuen Jahres entsteht der Anspruch neu.

Jährlicher Anspruch auf Kurzzeitpflege bis zu 8 Wochen nach Pflegegraden

Jährlicher Anspruch auf Kurzzeitpflege nach Pflegegraden

Verfügt der Pflegebedürftige nicht über die finanziellen Mittel, um die Investitionskosten und die Kosten für Unterbringung und Verpflegung zu tragen, hilft das Sozialamt oder aber die Angehörigen müssen diese übernehmen.

Wichtig: Nicht alle Pflegeeinrichtungen werden von den Pflegekassen akzeptiert. Damit eine Kostenübernahme gewährleistet ist, muss die Pflegeeinrichtung über eine Zulassung zur Kurzzeitpflege verfügen. Informieren Sie sich daher im Vorhinein!

Leistungen der Kurzzeitpflege

Für den Zeitraum der Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung wird die pflegebedürftige Person umfassend versorgt. Neben der Unterkunft und Verpflegung in einem Pflegeheim, wird auch die Grund- und Behandlungspflege, wie z. B. das Duschen, Messen von Blutzucker oder auch das Wechseln von Verbänden, sichergestellt. Zudem kann an hausinternen Angeboten, wie etwa einem Gymnastik-Kurs, teilgenommen werden.
Achtung: Nicht immer übernimmt die Pflegekasse alle Kosten! Informieren Sie sich daher vorab bei dem Pflegeheim und der zuständigen Pflegekasse!

Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege richtig kombinieren!

Noch nicht in Anspruch genommene Leistungen der Verhinderungspflege sowie der Entlastungsbetrag können für die Kurzzeitpflege genutzt werden. Durch noch nicht in Anspruch genommene Mittel der Verhinderungspflege besteht so die Möglichkeit, den Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege auf bis zu 3.224 Euro je Kalenderjahr maximal zu verdoppeln. Darüber hinaus kann zudem der Entlastungsbetrag für die Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege eingesetzt werden.

Was passiert mit dem Anspruch auf Pflegegeld während der Kurzzeitpflege?

Das bisher bezogene (anteilige) Pflegegeld wird während der Kurzzeitpflege bis zu 8 Wochen je Kalenderjahr zur Hälfte weitergezahlt.

Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad

Der Bedarf für die Kurzzeitpflege kann auch plötzlich und unerwartet auftreten. Nicht immer haben die Betroffenen einen Pflegegrad. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für die Kurzzeitpflege (bspw. nach einem Krankenhausaufenthalt). Sprechen Sie hierzu mit Ihrer Krankenversicherung.


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