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Verhinderungspflege – Auszeit von der häuslichen Pflege für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Nicht umsonst werden diese häufig als "Deutschlands größter Pflegedienst" bezeichnet. Doch die häusliche Pflege kann nicht nur eine finanzielle, sondern vor allem auch eine körperliche und psychische Belastung bedeuten.

Umso wichtiger ist es für pflegende Angehörige auch einmal eine Auszeit zu nehmen.

Doch wer kümmert sich dann um den Pflegebedürftigen und gibt es Unterstützung durch Leistungen der Pflegekasse?

Erfahren Sie bei meinPflegeset alles Wichtige zur Verhinderungspflege.

Verhinderungspflege

Verhinderungspflege im Überblick

Die Verhinderungspflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung und richtet sich an pflegende Angehörige in der häuslichen Pflege.

Doch was ist die Verhinderungspflege?

Pflegende Angehörige benötigen eine Auszeit vom Pflegealltag, haben einen Arzttermin oder sind selbst krank. Wer kümmert sich dann um die pflegebedürftige Person? In diesen Fällen kann die Pflegeperson auf die Verhinderungspflege zurückgreifen. Hierbei handelt es sich um die Kostenerstattung für eine notwendige Ersatzpflege für höchstens 6 Wochen bzw. 42 Tage je Kalenderjahr. Die Pflegeversicherung übernimmt hierbei die Kosten für die Pflege von Pflegebedürftigen mit einem anerkannten Pflegegrad 2 bis 5 durch eine Ersatz-Pflegeperson.

Die häusliche Pflege kann für den Zeitraum der Verhinderung der Pflegeperson dann z. B. durch einen ambulanten Pflegedienst, einen Nachbarn oder einen anderen Angehörigen ersatzweise durchgeführt werden. Aus diesem Grund wird die Verhinderungspflege auch häufig Ersatzpflege genannt. Die Verhinderungspflege wird sowohl bei einer Verhinderung die stundenweise, aber auch mehrere Tage anhält, gewährt.

Gut zu wissen: Findet die Ersatzpflege in einer Einrichtung statt, kann die Leistung auf Verhinderungspflege ebenfalls in Anspruch genommen werden.

Voraussetzungen der Verhinderungspflege

Damit ein Anspruch auf die Verhinderungspflege besteht, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Die pflegebedürftige Person ist mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft

  2. Die Pflegeperson hat den Pflegebedürftigen zuvor für mindestens 6 Monate in häuslicher Umgebung gepflegt

Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, kann für den Zeitraum der Verhinderung die Verhinderungspflege beantragt werden. Lesen Sie wie Sie einen Pflegegrad beantragen können oder informieren Sie sich unter Der Pflegegrad - Voraussetzung für Leistungen der Pflegekasse, welche Leistungen Ihnen bei einem Pflegegrad zustehen.

Die Höhe der Verhinderungspflege - Abhängig davon, wer pflegt!

Wie hoch der Anspruch auf Verhinderungspflege ist, hängt bei dieser Leistung der Pflegeversicherung vom Verwandtschaftsgrad zur pflegebedürftigen Person ab:

Verwandtschaft bis zum zweiten Grad oder häusliche Gemeinschaft

Wird der Pflegebedürftige im Zeitraum der Verhinderung von nahen Angehörigen bis zum zweiten Grad der Verwandtschaft gepflegt oder wohnt die Ersatz-Pflegeperson mit der pflegebedürftigen Person in häuslicher Gemeinschaft, richtet sich die Leistung nach der Höhe des Pflegegrades. Hierbei dürfen die Aufwendungen der Pflegekasse den 1,5-fachen Betrag des Pflegegeldes für die Ersatzpflege nicht überschreiten.

Eine Ausnahme gibt es: Führt die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grad verwandte Person die Ersatzpflege gewerblich durch oder können notwendige Aufwendungen, wie z. B. Fahrtkosten oder ein Verdienstausfall, nachgewiesen werden, steigert sich der Leistungsbetrag für die Verhinderungspflege auf insgesamt maximal 1.612 Euro.

Keine Verwandtschaft zum Pflegebedürftigen und keine häusliche Gemeinschaft

Der Leistungsbetrag für die Verhinderungspflege beträgt bis zu 1.612 Euro je Kalenderjahr, wenn diese durch eine Ersatz-Pflegeperson durchgeführt wird, die nicht bis zum zweiten Grad mit dem Pflegebedürftigen verschwägert oder verwandt ist und nicht in häuslicher Gemeinschaft mit der pflegebedürftigen Person lebt.

Dies ist z. B. bei einem ambulanten Pflegedienst, einer anderen Pflegeeinrichtung, aber auch bei Nachbarn, Freunden oder entfernten Verwandten der Fall.

Verhinderungspflege richtig beantragen

Um die Verhinderungspflege nutzen zu können, müssen diese bei der zuständigen Pflegekasse des Versicherten beantragt werden. Wie auch bei den anderen Leistungen der Pflegeversicherung, muss der Versicherte bzw. ein Bevollmächtigter die Verhinderungspflege beantragen. Die meisten Pflegekassen bieten auf ihrer Homepage einen entsprechenden Antrag zum Herunterladen an. Sie können aber auch den Muster-Antrag von meinPflegeset nutzen.

Idealerweise beantragen Sie die Verhinderungspflege im Voraus bei der Pflegekasse, damit Sie sich auch ausreichend über die Höhe und die Dauer der Leistungen informieren können. Die Ersatzpflege muss jedoch nicht zwingend vorab beantragt werden und kann bspw. bei einer Erkrankung auch rückwirkend beantragt werden.

Gesetzliche Grundlage der Verhinderungspflege

Die Grundlage für die Verhinderungspflege bildet das Sozialgesetzbuch XI § 39.

Übrigens: Die richtige Bezeichnung für die Verhinderungspflege lautet nach dem Sozialgesetzbuch „Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson“

Stundenweise Verhinderungspflege - Die kleine Auszeit vom Pflegealltag

Pflegebedürftige Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 2 bis 5 können die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen, um die Pflegeperson zu entlasten. Dabei ist es von den individuellen Bedürfnissen der pflegenden Person und des Pflegebedürftigen abhängig, ob diese am Stück, bspw. für einen längeren Urlaub, oder sogar nur stundenweise, z. B. für einen Arztbesuch, genutzt wird. Die stundenweise Verhinderungspflege eignet sich jedoch auch dafür, einfach mal vom Pflegealltag "abzuschalten", Freunde zu treffen und soziale Kontakte zu pflegen. Nutzen Sie die kurze Auszeit, um sich etwas Gutes zu tun und Ihre Kräfte wieder aufzuladen.

Die stundenweise Verhinderungspflege bietet gegenüber der Verhinderungspflege über mehrere Tage zahlreiche Vorteile. Wichtig ist bei der stundenweisen Verhinderungspflege, dass Ihre Auszeiten weniger als acht Stunden pro Tag beträgt. Dabei ist nicht entscheidend, wie lange z. B. die Ersatz-Pflegeperson die Verhinderungspflege ausübt, sondern wie lange Sie abwesend sind. Sind Sie weniger als acht Stunden abwesend, wird dafür kein ganzer Tag Verhinderungspflege angerechnet, somit wird das Pflegegeld auch nicht gekürzt. Zudem wird die stundenweise Verhinderungspflege unter acht Stunden nicht auf die regulären 42 Tage Anspruch auf Verhinderungspflege angerechnet.

Die stundenweise, auch tageweise Verhinderungspflege genannt, muss bei der Pflegekasse des Versicherten beantragt werden. Auch hier empfiehlt Ihnen meinPflegeset diese vorab schriftlich zu beantragen. Nutzen Sie einfach und bequem den Muster-Antrag von meinPflegeset oder kontaktieren Sie die entsprechende Pflegekasse.

Wichtige Fragen zur Verhinderungspflege - Kurz beantwortet!

Können Ansprüche auf Kurzzeitpflege für die Verhinderungspflege genutzt werden?

Ja! Um den Leistungsanspruch für die Verhinderungspflege zu erhöhen, können bis zu 50 Prozent des Leistungsbetrags für die Kurzzeitpflege, also bis zu 806 Euro je Kalenderjahr, genutzt werden. Der Versicherte kann dann bis zu 2.418 Euro je Kalenderjahr für die Verhinderungspflege nutzen. Die Kombination von Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine längere Ersatzpflege benötigt wird und die pflegebedürftige Person für diesen Zeitraum nicht in eine vollstationäre Kurzzeitpflegeeinrichtung gehen möchte.

Wird das Pflegegeld während der Verhinderungspflege weiterhin gezahlt?

Pflegebedürftige Personen mit einem anerkannten Pflegegrad 2 bis 5 erhalten von der Pflegekasse Pflegegeld. Dieses wird zur Hälfte auch während der Verhinderungspflege bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr weitergezahlt.

Berechnung des anteiligen Pflegegeldes bei der Verhinderungspflege

Frau Schneider pflegt ihre pflegebedürftige Nachbarin Frau Heinz, welche einen anerkannten Pflegegrad 2 hat. Frau Schneider erkrankt jedoch an 10 Tagen im November. Während dieser Zeit wird die Verhinderungspflege in Anspruch genommen. Vor der Verhinderungspflege wurde der pflegebedürftigen Frau Heinz Pflegegeld in Höhe von 545 Euro monatlich gewährt. Für den ersten und letzten Tag der Ersatzpflege wird Frau Heinz weiterhin das volle Pflegegeld in Höhe von 36,33 Euro von der Pflegeversicherung bezahlt (2/30 von 545 Euro). An den übrigen 8 Tagen erhält sie ein hälftiges Pflegegeld in Höhe von 157,73 Euro gezahlt (50 Prozent von 545 Euro = 272,5 Euro x 8/30 = 72,67 Euro). Nach der Verhinderungspflege erhält Frau Heinz wieder das volle Pflegegeld.

Besteht bei einem Pflegegrad 1 ein Anspruch auf Verhinderungspflege?

Im Gegensatz zu den Pflegegraden 2 bis 5 erhält der Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad 1 deutlich weniger Leistungen der Pflegeversicherung. Ein Anspruch auf Verhinderungspflege besteht erst ab einem anerkannten Pflegegrad 2. Pflegebedürftige Personen mit einem anerkannten Pflegegrad können jedoch den Entlastungsbetrag für die Ersatzpflege nutzen. Lesen Sie mehr zum Entlastungsbetrag.

Schon gewusst? Zuzahlungsfreie Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 40 Euro monatlich bereits ab Pflegegrad 1!

Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad, die zu Hause gepflegt werden, haben einen Anspruch auf zuzahlungsfreie Pflegehilfsmittel. Die Kosten für die folgenden Produkte werden im Wert von bis zu 40 € monatlich von der zuständigen Pflegekasse getragen: Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen, Schutzschürzen, Haut- und Händedesinfektionsmittel, Mundschutz, Flächendesinfektionsmittel und Fingerlinge. Ihre individuellen Pflegebedürfnisse stehen bei meinPflegeset im Mittelpunkt: Ändern Sie bspw. Ihre Produktauswahl jederzeit ab oder bestimmen Sie den Lieferrhythmus selbst, entweder telefonisch oder online in Ihrem eigenen meinPflegeset-Konto. Wir kümmern uns um die Genehmigung, Abwicklung und Abrechnung mit Ihrer Pflegekasse und senden Ihnen meinPflegeset per Post kostenfrei zu!

Die zuzahlungsfreien Pflegehilfsmittel können Sie bei meinPflegeset unkompliziert und schnell beantragen. Zögern Sie nicht und nutzen Sie Ihren Anspruch:

1. Unterlagen telefonisch unter: 0800 000 83 64 (kostenfrei) anfordern oder direkt downloaden
2. Antrag ausgefüllt im portofreien Umschlag an uns zurücksenden. Den Rest erledigen wir für Sie: Wir kümmern uns um alle Formalitäten mit der zuständigen Pflegekasse!

Sie erhalten meinPflegeset versandkostenfrei zugeschickt, sobald Ihr Antrag genehmigt ist (die Genehmigung durch die Pflegekasse kann bis zu 4 Wochen dauern).

Das Beste: Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und wir kümmern uns auch um die Abrechnung mit Ihrer Pflegekasse!

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